Der Eissport in Weißwasser ist mit dem Nachwuchs und den Füchsen eines der bedeutendsten Aushängeschilder der Stadt und ihrer Geschichte. In einer heute veröffentlichten Presseinformation des EHC Lausitzer Füchse wird in der Überschrift suggeriert, die von städtischer Seite ausgesprochene Kündigung des Vertrages mit dem EHC gefährde die Lizenz. Das ist missverständlich. Denn es ist für die Kommune eine Neukalkulation für die Eisarena und deren Betrieb zwingend nötig. Die Stadt muss aufgrund der knappen finanziellen Mittel und der schlechten Finanzprognose für die Folgejahre ab 2025 alle Möglichkeiten der Ausgabenverringerung oder Einnahmenerhöhung in Betracht ziehen. Die Kündigung des EHC-Vertrages zum Jahresende war nötig, um bei der Haushaltserstellung 2025 und der Anpassung des Haushaltssicherungskonzeptes zumindest die Möglichkeit zu haben, noch reagierten zu können. Ohne die Kündigung wäre diese Option verwirkt gewesen. Die Pflicht der Verwaltung ist es, möglichen Schaden von der Kommune abzuwenden und dem Stadtrat die Möglichkeiten einer Entscheidungoffen zu halten. Deshalb ist vor der Kündigung mit dem Geschäftsführer der Lausitzer Füchse gesprochen worden, um nicht die bloße Kündigung schriftlich zu übermitteln.
Weißwassers Oberbürgermeisterin Katja Dietrich betont in diesem Zusammenhang: „Weißwasser ist eine Sportstadt – und dazu gehören die Profis und natürlich der Nachwuchs der Lausitzer Füchse, die Hobbymannschaften und alle Nutzer der Eisarena. Wir arbeiten intensiv daran, dass diese Erfolgsgeschichte fortgesetzt wird.“
Über die dringend notwendige Flex-Bande und die moderne LED-Beleuchtung ist seitens der Stadt in vielen Arbeitsberatungen mit dem EHC Lausitzer Füchse und dem Eissport Weißwasser beraten und diskutiert worden, um eine Lösung für diese beiden großen Investitionen zu finden – welche vom Liga-Verband des Eissports gefordert werden. In der Haushaltsplanung sind diese Positionen berücksichtigt, die Vorplanung wurde schon 2024 ausgelöst, um bis zur nächsten Saison die Flex-Bande installieren zu können. Oberbürgermeisterin Katja Dietrich: „Allerdings muss ich als Betreiber der Eisarena auch feststellen, dass es unverhältnismäßig ist, eine Entscheidung der Profiliga allein einfach auf Kosten der Kommune umsetzen zu lassen. Ohne Förderung oder den Zuschuss Dritter ist die Komplettfinanzierung durch die Stadt und ihre Steuerzahlen unverhältnismäßig. Denn derzeit brauchen nur die Liga-Vereine diese Bande.“ Und gerade in der jüngeren Vergangenheit seien schon große Investitionen in die Halle – auch wegen des Profieissports geflossen. Im Jahr 2023 etwa die neue Eismaschine für 170.000 Euro. Und auch die im Haushalt 2024 und in der Planung 2025 eingestellten Mittel für die Flex-Bande und die neue Beleuchtung bilden die Grundlage für die Umsetzung der Liga-Forderungen für den Profisport. Die Oberbürgermeisterin setzt deshalb fest darauf, das zeitnah mit dem EHC eine Lösung gefunden wird. „Die Termine dazu sind gemacht, jetzt heißt es, gemeinsam Lösungen zu finden.“
Verweise:
[1] https://weisswasser.de/sites/default/files/eisarena_weisswasser.jpg