Unabhängige Beratung für Menschen mit Behinderung in Weißwasser

18.08.2018 DruckversionPDF

Die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. bietet seit vielen Jahren ein breites Spektrum von Beratungsangeboten für Menschen mit Behinderungen an.

In der Stadt Weißwasser leben nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels überproportional viele Menschen, die unterschiedliche  Behinderungen aufweisen. Darunter besitzen 15,6 Prozent aller Weißwasseraner den Schwerbehindertengrad (im Landkreis Görlitz sind es nur 11,4 und im Freistaat Sachsen 9,58 Prozent). Unterstützung und Hilfe bieten mehrere Institutionen und qualifizierte Ehrenamtliche an. Darunter beispielsweise das DRK, der VdK, das SNL und die Behindertenbeauftragte von Weißwasser.

Die Zusammenarbeit der Genannten und weiterer Beratungsstellen in einem losen Netzwerk hat sich bewährt. So erhält auch der Stadtteilkoordinator regelmäßig Anfragen diesbezüglich, auf deren Grundlage er nach einer Grundberatung den Hilfesuchenden entsprechend deren konkreten Fragestellungen jeweilige Empfehlungen für eine Weitervermittlung auszusprechen vermag.

Seit den Bekanntmachungen in der LR, der SZ und im Woku, dass ab Ende August d.J. u.a in Weißwasser ein neues Beratungsangebot des Görlitzer Vereins "Görlitz für Familie" erfolgen wird, häufen sich leider jedoch telefonische und persönliche besorgte Anfragen. Grund dafür ist, dass vom Vereinsvorstand Michael Hannich fälschlicherweise öffentlich behauptet wird, sämtliche Angebote anderer Beratungsstellen in Deutschland und so auch in unserer Stadt seien "interessengeleitet" und würden "jeweils darauf abzielen, in der Folge bestimmte Leistungen des Beratenden in Anspruch zu nehmen".

Diese diskreditierende, von Unkenntnis der Situation in Weißwasser zeugende Lüge beunruhigt natürlich etliche Betroffene. Beschämend und enttäuschend sind diese "Fake News" vor allem, weil es Herr Kreisrat Hannich besser weiß. Bereits am 11. April 2018 erhielt er die Gelegenheit in Anwesenheit von 12 Vertretern des Fachnetzwerkes Behindertenarbeit im Vereinspavillon nicht nur sein aus Bundesmitteln ab diesen Jahres bis 2022 großzügig gefördertes befristetes Beratungsprojekt vorzustellen, sondern ebenfalls fachkundige Hinweise zur örtlichen Situation zu erhalten. Das neue Angebot ist willkommen, "es soll keine Konkurrenz sein, sondern Bereicherung oder Entlastung bringen, wie zum Beispiel für die ehrenamtlich tätige Behindertenbeauftragte" brachte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch am 16.08. d.J. in der LR richtiger Weise zum Ausdruck.

Wenn jedoch mit unlauteren Behauptungen und "Angstmache" behinderte Menschen verunsichert werden, ist das inakzeptabel und zeugt von massiven Wahrnehmungsdefiziten, Realitätsverlust oder Schlimmeren. Insbesondere für Ehrenamtler sind solche Falschbehauptungen wie ein Schlag ins Gesicht.

Seit weit über einem Jahrzehnt begleitet beratend beispielsweise Frau Simone Schwarzkopf in bisher mehreren hundert Fällen viele hilfesuchende Behinderte und/oder deren Angehörige sehr erfolgreich. Erst unauffällig im Stillen, dann als Behindertenbeauftragte vom Stadtverein Weißwasser e.V. sowie von Pro Auxilio Hilfe zur Hilfe e.V. und ab 2015 als vom Oberbürgermeister Torsten Pötzsch berufene Behindertenbeauftragte unserer Stadt. (im Landkreis Görlitz hat sich jemand nur noch in Großschönau für dieses Amt gefunden).

Der Stadthaushalt wird mit keinem Cent belastet. In ihm steht dafür im Gegensatz zu anderem einfach nichts zur Verfügung. Weder die Erstattung anfallender Kosten, Aufwandsentschädigungen oder irgendwelche Pauschalen fließen. Die Behindertenbeauftragte trägt sämtliche anfallenden Kosten allein, muss ihren Computer nutzen usw. und den kleinen Beratungsraum (ursprünglich als Abstellkammer konzipiert), der als Beratungsstelle fungiert, stellen das Vor-Ort-Büro und der Stadtverein zur Verfügung, weil im Rathaus kein Platz ist.

"Für Ihr langjähriges Engagement für behinderte Menschen" wurde Frau Schwarzkopf als Dank und Anerkennung bereits im Jahr 2011 der erstmals von der Nickel Fenster GmbH & Co. KG und von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch ausgelobte Ehrenpreis in Gold verliehen.

Nach Überwindung einer Krankheit und bei eingeschränkter Gesundheit führt die Behindertenbeauftragte kontinuierlich jeweils am zweiten Mittwoch im Monat von 14.00 bis 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung bzw. notfalls sogar vor Ort ehrenamtlich, vergütungsfreie, qualifizierte, unabhängige und besonders einfühlsame Beratungen für behinderte Menschen und deren Angehörige durch. Ihr Engagement ist ethisch und moralisch begründet. Wenn diese anerkennenswerte Arbeit durch selbsternannte Experten in oberflächlich recherchierten und zweifelhaften Statistiken als "interessengeleitet" verunglimpft wird, schadet das allen Engagierten.

Die Karawane zieht dennoch weiter und wie derzeit werden auch nach 2022 behinderte Weißwasseraner und deren Angehörige in unserer Stadt unabhängige Beratungsangebote nutzen können.

Frank Schwarzkopf

 

 

 

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